GESUNDHEIT! WIDER DEN INNEREN SCHWEINEHUND -Straubing-Bogen 


Am Vorabend des diesjährigen Deutschen Psychosomatik-Kongresses in Berlin vom 20. Bis 23. März findet
am 19.03. 2019 um 20 Uhr
in der kath. Kirche Heilig Kreuz, Hildegardstraße 3, 10715 Berlin
ein öffentlicher Vortrag von

Prof. Dr. med. Thomas Loew zum Thema

Traumahelfer: Ein neuer Weg mit seelischen Verletzungen durch Flucht und Vertreibung

umzugehen

Der Eintritt ist frei!

Seit über 70 Jahren selbst vom Krieg verschont, rücken die Krisenherde aller Welt immer dichter an unsere Lebenswirklichkeit heran: Die Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene –, die zu geflohen sind und fliehen, konfrontieren uns mit unvorstellbaren Erfahrungen von Not und Leid. Weil sie ihre Geschichten erzählen. Weil sie Stresssymptome bis hin zu manifesten Krankheiten entwickeln. Weil sie auf unser Verständnis und unsere Hilfe angewiesen sind.

Ein solches Ausmaß der Auswirkungen von Krieg und Gewalt, von Flucht und Vertreibung gab es hierzulande zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg. Die meisten Betroffenen schwiegen, blieben ihr Leben lang belastet und traumatisiert – mit Folgen bis in die Generation ihrer Kinder und Enkelkinder. Gab es damals kaum Hilfsangebote, so verweisen die Entwicklungen in der Hirnforschung und Psychotherapie heute auf ein weites Spektrum von Methoden, dem Stress und der dauerhaften Überforderung aktive Bewältigungsstrategien entgegen zu setzen.

So hat Professor Thomas Loew von der Universität Regensburg – gemeinsam mit Beate Leinberger – ein Curriculum zur Ausbildung ehrenamtlicher Laienhelfer/-innen entwickelt, die anschließend als „TraumaHelfer“ geflüchteten Menschen bei der Bewältigung ihrer Erfahrungen zur Seite stehen. Über Chancen und Grenzen dieser und anderer Methoden wollen wir informieren und mit Ihnen darüber diskutieren. Auch die aktuellen Hilfsangebote in Berlin und weitere Planungen werden Thema sein.

Zur Person:

Prof. Dr. Thomas Loew, 57, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit der Traumathematik und deren Behandlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln, ob es Folgen von Kriegshandlungen, anderen individuellen Katastrophen oder interaktionelle Probleme sind.
Er ist Autor der populären Bücher „Kriegsschauplatz Gehirn“ (2017) und
Langsamer atmen, besser leben“ (2019), beide im Psychosozial-Verlag, Gießen erschienen

Die Veranstaltungen werden von der Heiligenfeld Klinik Berlin, eine Einrichtung die sich auch besonders auf die Behandlung von psychisch Traumatisierten spezialisiert hat, unterstützt. 







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